Integrationsgeschwindigkeit wird immer mehr zum entscheidenden Faktor in der Entwicklung von Automatisierungslösungen für mobile Arbeitsmaschinen. Anforderungen steigen immer schneller, Innovationszyklen werden immer kürzer. Systemhersteller, die innerhalb kürzester Zeit passgenaue Lösungen auf bewährten Plattformen liefern können, sind für OEM wertvolle Partner, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Graf Syteco hat seine Prozesse nochmals optimiert, um gemeinsam mit Kunden schnellstmöglich individuelle HMI-Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen zu entwickeln und zu integrieren. Steffen Dieterle, CEO bei Graf Syteco, erklärt, wie dies sichergestellt wird.
Integrationsgeschwindigkeit und Programmierungsfreundlichkeit standen bei Graf Syteco schon immer oben auf der Agenda. Was ändert sich jetzt?
Richtig, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren OEM-Kunden stellte schon immer einen wichtigen Pfeiler in unserer Strategie dar. Unser Ziel ist es seit jeher, optimale Lösungen zu finden – grundlegend immer erst einmal mit dem Ansatz, „geht nicht, gibt es nicht“. Dadurch konnten wir Maschinenherstellern hochindividuelle HMI Systeme liefern, die sich nahtlos in die Nutzerführung einbetten, Komplexität verringern und dadurch die Maschinen-Produktivität steigern. Das kann - je nach Komplexität der Maschine - allerdings auch ein herausfordernder Prozess sein, der einige Iterationsstufen mit sich bringt. Wir optimieren unsere Entwicklungs- und Lifecycleprozesse für diese OEM-Projekte, um noch einfacher und schneller zu fertigen Lösungen zu kommen.
Wie geht ihr diese Optimierung an?
Wir verfolgen von Anfang an ein stringentes Requirement Management und setzen stärker auf Automatisierungstools im Projektmanagement sowie in der Ideation-Phase. In standardisierten Abläufen erarbeiten wir in Workshops die Grundlage für unsere OEM-spezifischen Lösungen. Je nach Komplexität und Anpassungsaufwand leiten wir die passenden Maßnahmen auf verschiedene Quality Gates entlang des Produktlebenszyklus und des Entwicklungsprozesses ab.
Aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Realisierung kundenindividueller HMI-Systeme können wir über die ALM-Software Polarion eine optimale Workflow-Automatisierung integrieren, um komplexe Softwaresysteme sehr schnell anzupassen und zu entwickeln. Auch unsere Hardware spielt hierbei natürlich eine entscheidende Rolle.

Graf Syteco CEO Steffen Dieterle
Inwiefern?
Wir verfolgen bei Graf Syteco eine Plattformstrategie. Unsere aktuelle GSt-A-HMI-Plattform ist modular aufgebaut, und ist eine bewährte Basis, um sehr schnell neue Derivate abzuleiten. Den Anpassungen sind dabei kaum Grenzen gesetzt: von besonders kleinen oder großen Displaygrößen, Prozessor- und Schnittstellenanpassungen bis hin zur Integration und Anpassung physischer Tasten.
Mit vorkonfigurierten und bewährten Solution Sets, die sich aus bewährten Komponenten und Funktionen zusammensetzen kommen wir schneller zu einem belastbaren Ergebnis, da nicht jedes Projekt bei 0 starten muss. Gleichzeitig sorgen diese „Templates“ für eine höhere Standardisierung und Qualitätssicherheit.
Welche Rolle spielt das Produktlebenszyklusmanagement hierbei?
Ein klar strukturierter Produktlebenszyklus ist ein zentraler Hebel für Effizienz und Planungssicherheit. Wenn Obsoleszenz frühzeitig berücksichtigt wird, lassen sich Engpässe und kurzfristige Redesigns deutlich reduzieren. Auch diesen Aspekt haben wir in unseren Prozessen berücksichtigt, denn gerade auch Verfügbarkeit und Liefertreue ist in der aktuellen Zeit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Durch eine vorausschauende Planung des Produktlebenszyklus und eine strategisch gesteuerte Plattformentwicklung lassen sich diese deutlich verbessern.
Unser Ziel ist es, maximale Synergien zu schaffen und gleichzeitig flexibel und schnell auf neue Anforderungen reagieren zu können, um es unseren Kunden so einfach wie möglich zu machen. Wer mit uns zusammenarbeitet, soll maximale Dynamik bei gleichbleibender Qualität erleben – in Beratung, Umsetzung, Hardware und Software. Dies optimieren wir weiter mit Schaffung permanenter Verbesserung dieser Prozesse.